Die fünf Handy-Typen

Da ich beruflich viel mit Handys, Smartphones und Mobilfunk im Allgemeinen zu tun habe, ist mir mit der Zeit bewusst geworden, dass die meisten Menschen in ihrem Auswahl- und Kaufverhalten relativ ähnlich sind. Wenn es um Handys geht, entspricht das Verhalten der meisten von uns einem der folgenden fünf Typen:

Die Fanboys
Fanboys tun alles dafür, um die Produkte einer bestimmten Marke bei jeder Gelegenheit zu promoten. Es gilt, jede Möglichkeit zu nutzen um Familie, Freunde, Bekannte und jeden anderen Mensch auf der Erde von den Vorzügen der Produkte zu überzeugen. Da wird auch vor der Einmischung in ein Gespräch von zwei völlig Fremden in der U-Bahn nicht Halt gemacht. Mehrere Tage und Nächte in einem Zelt vor einem Shop der Marke zu campieren, um einer der ersten beim Verkausstart eines neuen Produkts zu sein, ist nichts ungewöhnliches.

Die Anti-Fanboys
Der Antrieb dieser Gruppe wird scheinbar aus der gleichen Energiequelle gespeist, wie der der Fanboys. Ist einer von ihnen mal wieder mit der Bekehrung der Menschen in seiner Nähe beschäftigt, ist meist schnell einer der Anti-Fanboys zur Stelle, um alle Argumente des Fanboys mit gegenteiligen Fakten, Erfahrungen und Behauptungen zu kontern. Häufig glorifizieren sie dabei eine andere Marke, was sie strenggenommen selbst zu Fanboys macht. Die beiden Gruppen sind sich also ähnlicher, als viele von ihnen wahrscheinlich glauben würden.

Die ewig Unentschlossenen
Kamera mit einer hohen Auflösung oder doch lieber erweiterte Musik-Funktionen? E-Mails abrufen oder doch eher nur SMS schreiben? Smartphone oder nicht? Die ewig Unentschlossenen wissen nicht, wofür sie ihr Handy benutzen und welche Funktionen ihnen wichtig sind. Haben sie sich dann erstmal ein Modell ausgesucht, merken sie schnell, dass sie damit gar nicht zurechtkommen und wollen schnellstmöglich ein anderes Gerät. Und überhaupt, eigentlich brauchen sie das Handy ja sowieso nur um erreichbar zu sein.

Die Funktionellen
Der Gruppe der Funktionellen ist es egal, ob sie ein iPhone, einen Blackberry oder ein Nokia-Gerät verwenden. Die Hauptsache ist, dass ihre Termine und Kontakte problemlos synchronisiert werden, die App für die Aktienkurse reibungslos funktioniert, E-Mails möglichst zeitnah gepusht werden und das Handy nebenbei und am liebsten gleichzeitig noch als Navigationsgerät genutzt werden kann.

Die Nostalgiker
Nostalgiker benutzen in der Regel Geräte, die ca. zehn Jahre oder älter sind. Schließlich funktionieren die ja auch heute noch. Telefonieren und SMS schreiben sind die Anforderungen, die sie an ein Handy stellen. Smartphones sind für sie unnötige Spielerei und im Grunde völlig sinnlos. Manche von ihnen veranstalten bei Gelegenheit gerne Wettbewerbe bei denen es darum geht, wer das älteste und funktionsärmste Handy im Büro, Verein oder Fitnessclub hat.

Mir ist natürlich bewusst, dass diese Kategorisierung Schubladendenken ist und in Wirklichkeit viel mehr Faktoren eine Rolle spielen. Aber wenn man die fünf Typen und ihre Eigenschaften nicht als Konstante, sondern eher als ungefähre Richtlinien sieht, funktioniert die Einordnung fast immer. Ich selbst würde mich übrigens zur Gruppe der Funktionellen zählen.

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