Um das Remake der Verfilmung des Romans aus der Millennium–Trilogie wurde viel Wind gemacht und der Film wird kontrovers diskutiert. Die eine Seite hält die erst 2009 produzierten Originalfilme für eindeutig besser, die andere Seite tendiert eher zum Remake.

VerblendungIch muss zugeben, dass mir bis kurz nach Ende des Films nicht bekannt war, dass es sich um ein Remake von einer anderen Verfilmung handelt und ich auch vorher keine Kritiken o. ä. gelesen habe. Dementsprechend war ich also nicht vorbelastet. Die Geschichte ist ein wenig zu umfangreich um sie hier sinnvoll wiederzugeben, wer möchte findet eine kompakte Zusammenfassung im Wikipedia-Artikel zum Film.

Mich hat die Handlung schon nach wenigen Minuten so sehr gefesselt, dass ich über die vom Kino eingeschobene Pause in der Mitte des Films und die damit ruinierte Atmosphäre schwer empört war. Die 158 Minuten Laufzeit hält man also auch sehr gut ohne Pause aus. Nicht zuletzt sind dafür die wunderschön gezeichneten Charaktere verantwortlich, in die man sich schnell verliebt (oder sie hasst, was im Fall von Lisbeths Vormund, dem Rechtsanwalt „Bjurman”, schon nach den ersten Szenen der Fall ist).

Wie es sich für einen guten Thriller gehört, fehlt es auch diesem Film natürlich nicht an überraschenden Wendungen und nicht vorhersehbaren Tätern und Opfern. Ein vollständiges Happy End darf man aber nicht erwarten. Insgesamt genau mein Geschmack. Manchmal hat man es durch die Vielzahl der Personen von Bedeutung allerdings etwas schwer der Handlung zu folgen. Mit ein wenig Aufmerksamkeit ist es aber leicht, das Rätsel um Harriet mit den Protagonisten gemeinsam zu lösen.

Ab sofort einer meiner Lieblingsfilme. Nun stehen natürlich auch die drei Originalfilme möglichst zeitnah auf dem Plan.

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