Warum Rentner nie Zeit haben

Auch wenn diese Zeit noch ein ganz ferner Zukunft liegt und ich manchmal so eine leise Befürchtung habe, dass ich wohl nie eine staatliche Rente bekommen werde, weiß ich schon ganz genau, was ich als Rentner machen werde. Ich werde mich rächen!

Hach, das wird schön..

Wofür rächen fragt ihr euch jetzt. Für all die dummen Fragen, die Kunden mir im Laufe meines Berufslebens schon gestellt haben. Und natürlich für die, die sie mir noch stellen werden. Ganz besonders sogar für die, die sie noch stellen werden. Ich werde alle zwei Tage im Supermarkt fragen, wo denn dieses und jenes Produkt nun schonwieder hingekommen ist, obwohl ich genau weiß, dass es seit Jahren an der gleichen Stelle steht. Und überhaupt ist alles schonwieder teurer geworden und woher kommen eigentlich die Nüsse für dieses Studentenfutter und mit wieviel Prozent werden die anbauenden Bauern in den nussproduzierenden Ländern am erlösten Gewinn beteiligt und kann man da nicht noch was am Preis machen?

Ich werde mich rächen, für all die Rücksichtslosigkeiten die ich bisher ertragen musste und bestimmt noch werde ertragen müssen. Ohne mit der Wimper zu zucken werde ich meinen Rollator in der Mitte der Bustür parken und einfach apathisch aus dem Fenster starren, wenn die Leute sich daran vorbeizwängen. Mich in der sonst leeren S-Bahn direkt neben einen anderen Fahrgast setzen und mich vorher absichtlich mehrere Wochen nicht waschen. Im Hochsommer, versteht sich. Erst nach Hilfe beim Ein- und Aussteigen fragen und dann über die rüde Behandlung meckern, obwohl ich mit Samthandschuhen angefasst wurde.

Ich werde mich rächen, für all die Stunden Schlaf, die mir genommen wurden durch all die rasenmähenden und laubblasenden merkbefreiten Zeitgenossen in meiner aktuellen und zukünftigen Nachbarschaft. Jeden Samstag zwischen vier und sechs Uhr morgens werde ich meine beiden Laubgebläse auf voller Stärke laufen lassen und unablässig den nicht vorhandenen Schnee mit meiner Metallschaufel vom Gehweg kratzen während ich johlend auf meinem Aufsitzmäher durch die Straßen rase.

Oh ja, die Rache ist mein! Fragen stellen werde ich Montags bis Mittwochs, für die Rücksichtslosigkeiten sind der Donnerstag und Freitag reserviert und Samstags mache ich halt das mit dem Aufsitzmäher. Sonntags nehme ich mir frei. Das wird ein harter Job, aber einer muss ihn schließlich machen.

Diese Jacke hab ich nicht bestellt

Ich bin ja sowieso nicht unbedingt der Typ, der Kundenrezensionen liest. Die mögen ja gelegentlich ganz hilfreich sein, aber da Menschen mit schlechten Erfahrungen bekanntlicherweise viel eher geneigt sind, diese mit anderen zu teilen, als Menschen mit guten Erfahrungen, ergibt sich sehr schnell ein falsches Bild des jeweiligen Produkts.

Der Hauptgrund für meine Abneigung gegen Kundenrezensionen ist aber, dass sie in den meisten Fällen einfach qualitativ minderwertig sind und nichts zur objektiven Meinungsfindung beitragen können. Sorry, aber das muss man einfach so klar formulieren.

Ein absolutes Highlight und gleichzeitg gutes Beispiel ist dieser Knaller.

Diese Jacke habe ich nicht bestellt.

Aha. Vielen Dank für dieses Stück Weisheit.

via Anjuna Nerdbeere auf Twitter

What if football got in the way?

An einem Samstagvormittag erstmal gemütlich mit der Freundin bzw. dem Freund Möbel shoppen gehen. Was gibt es schöneres für Mann oder Frau? Aber was passiert, wenn einer der beiden plötzlich etwas kaufen will, was eigentlich niemand wirklich in seiner Wohnung stehen haben will?

What if football got in the way?

Heineken hat den Männern in diesem Video ein verlockendes Angebot gemacht. Wenn sie es schaffen, ihre Freundin vom Kauf von zwei formschönen Stadionsitzen zu überzeugen, bekommen sie zwei Tickets für das Champions-League-Finale am kommenden Samstag. Natürlich dürfen sie die Tickets während des Gesprächs nicht erwähnen.

Leider mal wieder eine Aktion eines großen Konzerns. Die kommen in letzter Zeit aber auch auf verdammt gute Ideen.

Die Nirgendwo-Züge

Neulich wartete ich so am Hauptbahnhof in Castrop-Rauxel und erlebte mal wieder ein einmaliges Schauspiel. Protagonisten: Die Deutsche Bahn und ihre „Nirgendwo-Züge“. Es beginnt folgendermaßen: Eigentlich sollte die S-Bahn um 16:08 Uhr kommen. So gegen 16:15 Uhr kommt dann eine Durchsage, dass die Bahn ca. 10 Minuten Verspätung hat.

Die Nirgendwo-Züge

Super, denke ich, dann kann es ja nicht mehr lange dauern. Als erfahrener Pendler traue ich der Sache aber nicht so wirklich und richte mich auf einen längeren Aufenthalt ein. Um 16:25 kommt dann auch schon die nächste Durchsage. Plötzlich geht es aber nicht mehr um die Bahn, die eigentlich um 16:08 Uhr kommen sollte, sondern um die nächste, die für 16:28 Uhr auf dem Fahrplan stand. Die hat nun auch 10 Minuten Verspätung.

Periodisch, in Abständen von ungefähr 5 Minuten, ertönt passenderweise folgende Ansage: „Achtung Zugebetrieb! Halten Sie Abstand von der Bahnsteigkante und betreten Sie den gekennzeichnet Bereich erst nach Halt des Zuges.“ Bestimmt ein sinnvoller Hinweis, nur leider fährt hier seit einer gefühlten Ewigkeit kein Zug. Obwohl – so ganz stimmt das nicht. Zwischendurch ist ein ICE vorbeigerast. Naja, immerhin auf die Premium-Produkte der Bahn kann man sich verlassen. Meistens jedenfalls.

Mittlerweile ist es 16:40 Uhr und die S-Bahn von 16:28 Uhr ist aufgetaucht – mitsamt einer ganzen Menge konsterniert dreinblickender Fahrgäste. Ich frage mich, was wohl mit der S-Bahn und den Fahrgästen passiert ist, die eigentlich vor 40 Minuten hier gewesen sein sollten.

Vielleicht werden solche S-Bahnen, die, durch welche Ereignisse auch immer, aus dem Fahrplan der Deutschen Bahn verschwinden, einfach auf einem unbeobachtetem Gleis abgestellt und die Fahrgäste werden von Männern mit dunklen Mänteln und Hüten in eine streng geheime Anlage einer noch geheimeren Regierungsbehörde verbracht. Für ganz unglaublich geheime Vesuche. Kennt man ja.

Oder die Bahnen fahren auf ihrem Weg durch ein Zeitloch und die Fahrgäste finden sich danach in einem anderen Abschnitt unseres Raum-Zeit-Gefüges wieder und werden irgendwann von den Langoliers gefressen. Vorausgesetzt natürlich, dass die Zeit linear verläuft. Das würde auch die ständig steigenden Ticketpreise erklären. Und warum der Bahn bei großen Events wie Konzerten und Fußballspielen die Züge für Einsatzwagen fehlen.

Vielleicht gerate ich ja irgendwann zufällig auch mal in so einen Nirgendwo-Zug. Dann kriege ich meine Antwort. Ansonsten warte ich weiterhin gerne an den wunderschönen Bahnhöfen Deutschlands.

Vorsicht Vertraulich!

Dass man im Internet machmal Informationen findet, die so eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren, kennt man ja mittlerweile. Meistens sind solche Fälle dann einer voreiligen PR-Abteilung, einem unvorsichtigen Mitarbeiter oder schlichtweg einem Fehler geschuldet.

Nach einer Suche bei YouTube aber folgende Meldung präsentiert zu bekommen, hat mich dann doch ein wenig überrascht:

Vorsicht vertraulich!

Es ist schon sehr zuversichtlich, einem normalen Benutzer von einem Dienst wie YouTube angeblich vertrauliche Informationen in einem gewöhnlichen Suchergebnis zu präsentieren und dann einfach nur lapidar darauf hinzuweisen, dass er diese Informationen doch bitte nicht außerhalb von Google verwenden soll.

An den Ergebnissen an sich und auch am Rest der Seite konnte ich dann übrigens nichts besonders delikates finden. Aber wenn, hätte ich die Informationen natürlich nur innerhalb von Google verwendet. Ist doch Ehrensache.

Das Retro-Stochertor

Erinnert ihr euch noch daran, wie man früher als Kind Fußball gespielt hat? Sobald sich jemand auch nur ein paar Meter mit dem Ball bewegt hat, sind sofort alle auf ihn eingestürmt und haben versucht, ihm irgendwie das Leder abzunehmen. Auch beliebt war die Taktik, einfach sofort zu schießen, sobald man in Ballbesitz kam. Egal, wo auf dem Feld man sich gerade befand. Im Profifußball dürfte soetwas ja eigentlich nicht vorkommen, oder?

Retro-Stochertor

Naja, vielleicht ja doch. Das folgende Video zeigt eindeutig das schönste Stochertor der letzten Jahre. Gefallen in der uruguayanischen ersten Liga, der „Primera División Profesional de Uruguay“. Eigentlich sind die Lateinamerikaner ja eher für faszinierende Dribblings und anderen Zauberfußball bekannt. Aber bekanntlicherweise hat ja jeder mal einen schlechten Tag.

Da fühlt man sich gleich zurückversetzt in seine Jugend, als man dem ballführenden Spieler entgegenstürmte und einem der Traum von der Karriere als Profifußballer eigentlich gar nicht so unwahrscheinlich vorkam.

via 11 Freunde

Wikipedia at work

Die Wikipedia ist die einzige Enzyklopädie, an der theoretisch jeder mitarbeiten kann, auch wenn das vielleicht nicht mehr ganz so einfach ist, wie es noch vor einigen Jahren war. Es ist der Qualität der Einträge bestimmt nicht abträglich, wenn mittlerweile höhere Anforderungen an die Autoren gestellt werden.

Wie viele Änderung sekündlich an dem frei zugänglichen Wissen vorgenommen werden, zeigt die Wikipedia Recent Changes Map. Auf einer Weltkarte werden animiert die gerade veränderten Artikel angezeigt und von wo auf der Erde der Autor die Änderung vorgenommen hat.

Wikipedia Recent Changes Map

Der Besucher kann sich per Klick die Änderung an der englischen, deutschen, russischen, japanischen, spanischen, französischen und indonesischen Wikipedia anzeigen lassen. Interessant zu sehen ist, dass die Autoren, abgesehen von den jeweiligen Heimatländern der Enzyklopädien, fast nur aus den gleichen Regionen auf der Erde stammen.

Gesehen: Der verbotene Schlüssel

Caroline (Kate Hudson) ist Pflegerin in einem Hospiz in New Orleans und plant in nächster Zukunft eine Ausbildung als Krankenschwester zu beginnen. Ihre aktuelle Anstellung kündigt sie aber, da sie die Bedingungen in dem Hospiz als unmenschlich empfindet und sich intensiver mit ihren Patienten beschäftigen möchte.

Der verbotene SchlüsselDa kommt die Stellenanzeige, in der die eigenartige Violet eine Pflegerin für ihren durch einen Schlaganfall gelähmten Mann Ben (John Hurt) sucht, gerade recht. Die beiden leben in einem abgelegenen Haus in den Sümpfen Louisanas, das schon auf den ersten Blick einige Geheimnisse zu bergen scheint.

Auf dem Dachboden entdeckt Caroline einen Raum mit eigenartigen Gegenständen und einer beängstigenden Schallplatte, den Violet angeblich noch nie geöffnet hat. Schon nach wenigen Tagen findet Caroline sich in einer Welt voller Voodoo und Hoodoo wieder. Nun muss sie versuchen, zu verstehen was um sie herum geschieht, bevor es zu spät ist. Und welche Rolle spielt eigentlich der sporadisch auftauchende Erbschaftsanwalt Luke (Peter Sarsgaard)?

Mal wieder ein Geisterfilm, der mal wieder in einem abgelegenen alten Haus spielt und mal wieder muss eine tapfere Frau alleine gegen die bösen Geister antreten. Das oder etwas ähnliches könnte man im ersten Moment von diesem Film denken. Doch diesmal ist alles etwas anders.

In dem ganzen Film ist nicht ein einziger Geist zu sehen, auch wenn man in vielen Szenen glaubt, ihre Anwesenheit deutlich spüren zu können. Die Schockmomente werden nur über die Atmosphäre und sehr gute Soundeffekte generiert. Hauptsächlich beschäftigt man sich aber mit der Frage, wie sehr der Glaube an Geister und Übernatürliches einen Einfluss auf Menschen haben kann.

Der verbotene Schlüssel“ ist bestimmt kein typischer Geister- oder Horrofilm, teilweise fühlt man sich schon eher wie ein einem guten Thriller. Wenn man sich im letzten Drittel so langsam das Ende des Films herbeiwünscht, sorgen zwei Wendungen, von denen eine wirklich unvorhersehbar ist, nochmal für Spannung. Von mir gibt es 6 von 10 verbotenen Schlüsseln.

Ein Anruf für die Geschichtsbücher

Sechs Jahre ist es her, dass Steve Jobs und Apple das Gerät vorgestellt haben, das den Mobilfunkmarkt revolutioniert hat. Seitdem sind unzählige iPhones verkauft worden, fünf Nachfolger des ersten Geräts erschienen und jede Menge großartige Keynotes gehalten worden.

4.000 Milchkaffee, bitte.

Auf der denkwürdigsten aller Keynotes, der zur Vorstellung des ersten iPhones, führte Steve Jobs auch die ersten beiden öffentlichen Gespräche mit dem Gerät. Nachdem er mit Jony Ive und Phil Schiller gesprochen hatte, bestellt Jobs in einem nahegelegenen Starbucks 4.000 Milchkaffee für die Teilnehmer der Konferenz.

Ich habe mich schon damals gefragt, ob die gute Frau bei Starbucks wohl eingeweiht war und ob sie wusste, dass sie gerade in die Geschichtsbücher eingeht und auch noch Jahre später unzählige Menschen ihr Gespräch mithören werden.

via iPhoneBlog.de

Drunk Octopus Wants To Fight!

Schonmal gegen einen betrunkenen Oktopus gekämpft?

Drunk Octopus Wants To Fight

Weiß leider nicht mehr, wo ich dieses wundervolle Bild gefunden habe. Ihr könnt euch aber gerne eine Quelle aussuchen.